Andacht Heute

Der Entschluss zur Umkehr

Denn mein Sohn war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden.‹ Und sie begannen zu feiern.
Lukas 15,24

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn kennt jeder. Es zeigt uns, dass es immer möglich ist, umzukehren und seinem Leben eine Wendung zu geben. Oft ist es die eigene Sturheit, die z.B. einen Bergwanderer dazu verleitet, auf einem falschen Weg beharrlich weiterzugehen, anstatt umzukehren. Dieser Eigensinn ist gepaart mit Stolz, den man nicht verlieren will. Aber ohne Einsicht geht es nicht, sonst hätte der verlorene Sohn seine Taten nie bereut und wäre nicht reumütig zu seinem Vater zurückgekehrt.

So viele Menschen lehnen unseren persönlichen Gott ab. Sie wähnen sich auf einem sicheren Weg in unbekanntem Gelände, weil sie sich mit allerlei Kartenmaterial aus Philosophie, Psychologie, Esoterik und anderen Quellen ausgerüstet haben. Doch irgendwann kommt für jeden der Punkt, an dem er merkt, dass ihm all diese menschlichen Navigationshilfen nichts mehr nützen. Dann gilt es, den Stolz zu überwinden und sich wie ein verlorener Sohn dem Vater zuzuwenden. Die wunderbar tröstliche Erkenntnis ist: Wer sich zu diesem Schritt entschließt, hat keine Vorwürfe zu erwarten und wird mit offenen Armen empfangen. Über ihn wird Freude im Himmel sein und für ihn wird ein Fest gefeiert werden.

Und in seinem Namen sollen alle Völker zur Umkehr aufgerufen werden, damit sie Vergebung ihrer Sünden empfangen.
Lukas 24,47

Kluge Worte der Ermahnung

Gebt also sorgfältig darauf Acht, wie ihr lebt! Verhaltet euch nicht wie unverständige Leute, sondern verhaltet euch klug. Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit, gerade weil wir in einer schlimmen Zeit leben.
Epheser 5,15-16

Wie viel Weisheit steckt in diesen Worten des Paulus! Er hatte damit die Epheser ermahnt, die sich inzwischen wieder allzu gerne dem Feiern und dem Alkohol hingegeben hatten. Sie waren auch anfällig geworden für alle möglichen Irrlehren, daher der Hinweis auf die „schlimme Zeit“. Sie sollten, so der Apostel, wieder zur Besinnung kommen und ihren Verstand gebrauchen, statt sich ständig ablenken zu lassen. Zuvor hatte er sie ermahnt, „nicht wie Menschen zu leben, die Gott nicht kennen“. Ihre „Gedanken wären auf nichtige Dinge gerichtet“ und sie beschäftigten sich „gierig mit jeder Art von Schmutz“. Paulus war in seiner Wortwahl nicht zimperlich, er sprach die damaligen Missstände offen an. Er konnte es einfach nicht fassen, dass gerade die Menschen, die vom neuen Leben mit Gott gehört hatten, so leicht wieder rückfällig wurden und sich erneut ihren Ausschweifungen hingaben.

Natürlich sollten wir uns fragen, was Paulus heute über unsere Zeit schreiben würde, die alles bisher Dagewesene übertrifft. Es geht hier nicht um Psychohygiene, um noch besser und effektiver leben zu können. Wir müssen uns auch nicht anbiedern und um die Achtung und Anerkennung von Heiden buhlen, um zu zeigen, dass wir nicht anders sind als sie. Wir Christen wissen, dass wir den alten Menschen ablegen sollen und dass wir dazu berufen sind, anders zu leben als die Welt um uns herum.

Und ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken erneuern zu lassen und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist und dessen Kennzeichen Gerechtigkeit und Heiligkeit sind, die sich auf die Wahrheit gründen.
Epheser 4,23-24

Die Pflege unserer Beziehung zu Gott

Mögen die Worte, die ich spreche, und die Gedanken, die mein Herz ersinnt, dir gefallen, HERR, mein Fels und mein Erlöser!
Psalm 19,14

Heute morgen habe ich diesen Podcast vom Missionswerk Werner Heukelbach gehört:
Gestörte Gottesbeziehung – was nun? von Peter Bronclik

Diese Podcasts sind sehr wertvoll. Sie schenken uns in einer Viertelstunde so viele wichtige Gedanken für ein erfülltes Glaubensleben. Gerade über das heutige Thema sollten wir als Christen dringend nachdenken. Vieles wird zur Routine, wenn es nicht bewusst gepflegt wird. Der Autor bringt uns dies nahe durch den Vergleich mit einer langjährigen Ehe. Aber hört euch das bitte selbst einmal an. Übrigens lassen sich die früheren Podcasts auf dieser Seite alle nachhören und es gibt auch eine App für RadioHBR.