Andacht Heute

Das Versprechen der Gerechtigkeit

Glücklich zu preisen sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten; denn sie werden satt werden.
Matthäus 5,6

Auch wenn politische Parteien sich für Gerechtigkeit einsetzen wollen und viele sich das wünschen, wird es sie auf dieser Welt nicht geben. Damit müssen wir uns abfinden. Aber Gott verspricht allen, die an ihn glauben, dass sie einmal in ihren Genuss kommen werden. Wir dürfen ohne Neid auf all jene schauen, die sich hier auf Erden mit mancherlei Machenschaften ein Leben in Luxus geschaffen haben. Alle werden einmal Rechenschaft über ihr Tun ablegen müssen, dessen können wir sicher sein. Für uns gilt es, den Willen Gottes zu erfüllen, dann wird es uns auch einmal gut gehen.

Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr!
1. Petrus 3,14

Es geht auch anders

Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt.
1. Petrus 3,9

    Im Einzelfall ist es nicht immer leicht, auf Vergeltung zu verzichten. Wenn uns Unrecht geschieht, sind immer Emotionen im Spiel. Es ist wie eine unwillkürliche Reaktion auf einen körperlichen Schmerz. Doch voreiliges Handeln kann zu einer endlosen Spirale der Gewalt führen, die dann nur noch schwer zu stoppen ist. Oft steht uns auch unser Gerechtigkeitsempfinden im Weg, das es uns als fair erscheinen lässt, wenn der andere bestraft wird. In unserer Gesellschaft gilt es als Zeichen von Stärke, wenn wir das Recht auf Vergeltung in Anspruch nehmen. Das hat mit unserem Stolz zu tun, der verletzt wurde. Aber wir sollten erkennen, dass es auch möglich ist, auf Genugtuung, also auf Entschädigung für begangenes Unrecht, zu verzichten.

    Für einen Christen gibt es mehrere Gründe, Böses nicht mit Bösem zu vergelten. Da ist vor allem das Vorbild Jesu, der selbst als Leidender am Kreuz Gott bat, seinen Peinigern zu vergeben (Lukas 23,34). Er lehrte uns, unsere Feinde zu lieben und für die zu beten, die uns verfolgen (Matthäus 5,44). Christen können ein starkes Zeugnis für den Glauben ablegen durch das Nicht-Vergelten von Bösem. Sie sind aufgerufen, Frieden zu stiften und nicht zur Eskalation von Konflikten beizutragen. In der Bergpredigt (Matthäus 5,9) sagt Jesus: „Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“

    Ein schneller Entschluss

    Er zog voll Freude seines Weges.
    Apostelgeschichte 8,39

    So heißt es von dem Äthiopier, der von Philippus in einer Art Schnell-Evangelisation bekehrt und auf der Stelle von ihm getauft wurde. Das war möglich, weil er sich zum Herrn bekannt hatte mit den Worten: „Ich glaube, dass Jesus Christus der Gottes Sohn ist!“ So schnell kann es gehen, wenn ein Mensch von echtem Interesse geleitet wird, mehr von Gott wissen will und dann nicht lange fackelt. Bei einem inzwischen verstorbenen Freund kam diese blitzartige Erkenntnis, nachdem er das Glaubenszeugnis meiner Frau gehört hatte: „Ja, wenn das so einfach ist, dann glaube ich auch!“ Und das war gut so, denn er hatte – was er da noch nicht wissen konnte – nur noch wenige Wochen zu leben. Natürlich gibt es auch Menschen, die jahrelang zweifeln und mit sich ringen, ob sie diesen Schritt gehen sollen. Das ist nicht ohne Risiko, denn das Leben kann schneller zu Ende gehen, als uns lieb ist, und dann ist die einmalige Chance vertan, ein Kind Gottes zu werden. Also an alle, die das noch nicht getan haben: Kommt endlich zum richtigen Entschluss und fangt an zu glauben! Ihr werdet es nie bereuen!