Andacht Heute

Welche Frucht bringt mein Leben?

Wer auf den Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Wer dagegen auf den Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten.
Galater 6,8

Wir müssen keine großen Philosophen studieren, um zu erkennen, dass wir alle in der Sorge ums Dasein leben. Wir tun, was wir können, um uns gegen allerlei Unbill abzusichern. So versuchen wir beispielsweise, unsere Gesundheit zu erhalten, finanziell nicht in Schwierigkeiten zu geraten und uns in einem förderlichen sozialen Umfeld aufzuhalten. Dass wir den Gedanken an den eigenen Tod oft verdrängen, ist ebenfalls nicht zu übersehen. Die Bibel mahnt uns jedoch an vielen Stellen, unsere Endlichkeit zu bedenken, um noch rechtzeitig die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Egal, wie sehr wir uns auch bemühen, wir können nicht davon weglaufen, dass wir alle mal sterben müssen. Das macht diesen Vers umso wichtiger. Er sagt, wir sollen nicht nur für den Moment leben, sondern für das, was bleibt. Was wir aus Galater 6,8 lernen können, ist, dass wir unser Leben bewusst gestalten sollen – und zwar nicht, weil wir Angst vor dem Tod haben, sondern weil wir auf das Leben hoffen, das über den Tod hinausgeht. Wenn du nur das säst, was deiner selbstsüchtigen Natur entspricht, dann leiten dich nur deine egoistischen, vergänglichen, weltlichen Begierden. Wenn du dagegen“auf den Boden von Gottes Geist säst“, lässt du dich von IHM lenken. Das schenkt dir letztlich das „ewige Leben“.

Trugbild Mensch

Die Menschen vergehen wie ein Hauch; ob einfach oder vornehm – sie sind wie ein Trugbild, das verschwindet. Legt man sie auf die Waagschale, dann schnellt sie nach oben, als wären die Menschen nur Luft.
Psalm 62,10

In diesem Psalm kommt David zu einer ernüchternden Einschätzung der Menschen. Selbst die Mächtigen dieser Erde haben im Vergleich zu Gott kein Gewicht. Sie sind leichter und vergänglicher als ein Hauch. In den Versen zuvor beklagt er, dass man sich auf das Wort der Menschen nicht verlassen kann. Sie können einem schmeicheln, in ihren Herzen verfluchen sie einen jedoch.

Der gesamte Psalm ist als Einladung zur Demut zu verstehen. Ohne Gott ist der Mensch ein Nichts, auch wenn er sich selbst erhöht und vor anderen groß tut. Unsere Kraft ist begrenzt, unsere Zeit ist vergänglich. Von Menschen werden wir immer wieder enttäuscht werden, weshalb es so wichtig ist, dass wir ganz auf Gott vertrauen. Er ist der Allmächtige, niemand sonst. Menschen werden immer versuchen, uns zu manipulieren und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Wir sind aber nur Gott Rechenschaft schuldig. Er allein ist gerecht und barmherzig. Welch ein Trost!

Eines hat Gott betont, und mehrmals habe ich es vernommen: Alle Macht liegt allein in Gottes Händen – ja, Herr, und auch die Gnade kommt von dir! Du gibst jedem das, was er für sein Tun verdient.
Psalm 62,12-13

Wir haben die freie Entscheidung

Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Blick frei erheben. Wenn du jedoch Böses vorhast, dann lauert die Sünde schon vor deiner Tür und will dich haben. Du aber sollst sie beherrschen!
1. Mose 4,7

Kurz bevor Kain seinen Bruder Abel ermordet, spricht Gott zu ihm. Doch auch durch diese Worte ließ er sich nicht von seinem bösen Vorhaben abbringen. Dabei hatte Gott ihm so sehr nahegelegt, sich für das Gute zu entscheiden. Es war ein klarer Aufruf zur Selbstkontrolle und zu moralischer Verantwortung.

An dieser frühen Stelle in der Bibel zeigt sich, dass der Mensch einen freien Willen hat. Wir sind nicht gezwungen, der Sünde nachzugeben. Sie lässt sich beherrschen. Wir können uns bewusst für das Gute entscheiden. Der Mensch ist fähig, über seine Triebe und Versuchungen zu herrschen. Entscheiden wir uns für das Gute, brauchen wir kein schlechtes Gewissen zu haben und können „den Blick frei erheben”. Durch den Gehorsam gegenüber Gott erlangen wir die Herrschaft über die Sünde.