Andacht Heute

Begeisterung für den Glauben

Eine dieser Frauen – sie hieß Lydia – war eine Purpurhändlerin aus Thyatira, die an den Gott Israels glaubte. Während sie uns zuhörte, öffnete ihr der Herr das Herz, so dass sie das, was Paulus sagte, bereitwillig aufnahm. Nachdem sie sich dann mit allen, die in ihrem Haus lebten, hatte taufen lassen, lud sie uns zu sich ein. »Wenn ihr überzeugt seid, dass ich ´jetzt eine Christin bin und` an den Herrn glaube«, sagte sie, »dann kommt in mein Haus und seid meine Gäste!« Sie drängte uns so, dass wir einwilligten.
Apostelgeschichte 16,14-15

Diese Begebenheit ist die überzeugende Geschichte einer Frau, die zum Glauben fand, weil sie dem Apostel Paulus zuhörte. Seine Worte beeindruckten sie sehr und der Herr schenkte ihr die wahre Erkenntnis. Dabei blieb es nicht: Sie setzte ihren Glauben sofort in die Tat um. Sie ließ sich mit allen aus ihrem Haushalt taufen und stellte ihr Haus den Gästen zur Verfügung. Auffallend ist, dass sie dies mit allem Nachdruck tat. Man konnte ihre Bitte nicht abschlagen, da sie „keine Ruhe gab”, wie es in einer anderen Übersetzung so schön heißt.

Die Geschichte ist an sich schon erstaunlich genug, aber dieser Aspekt des Drängens der Lydia ist mehr als eine Dreingabe. Für mich bedeutet es, dass es eine unwiderstehliche Begeisterung für den Glauben gibt. Wir könnten uns an dieser Lydia ein Beispiel nehmen. Gerade, wenn wir zu unentschlossen an ein neues Projekt herangehen – in unserem Fall die Einrichtung einer „Kirche als Begegnungsort”. Wenn wir aufgrund unseres Glaubens fest davon überzeugt sind, dass es notwendig ist, warum sollte es dann nicht gelingen?

Gemeinschaft ist wichtig

Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun. Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt.
Hebräer 10,24-25

Mit den Zusammenkünften der Gläubigen sind nicht nur Gottesdienste gemeint, sondern alle offiziellen Veranstaltungen wie Bibelkreise, Gebetskreise, Andachten, Online-Versammlungen und gemeinsame Aktivitäten außerhalb von Kirchenräumen. Jesus sagt in Matthäus 18,20:
„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Es kommt also weder auf die Größe noch auf die Form einer Versammlung an. Entscheidend ist, dass man im Namen Jesu zusammenkommt.

Für allgemeine christliche Versammlungen gilt (im Gegensatz zum offiziellen Gottesdienst):

  • Eine liturgische Struktur ist nicht zwingend notwendig.
  • Die Leitung kann auch durch Laien erfolgen.
  • Die Zusammenkunft ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden, sie ist überall möglich (in Privathäusern, im Freien oder online).
  • Ziel ist der Austausch, das Gebet, die Lehre und die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen.

In diesem Sinne (auch im Hinblick auf die „Priesterschaft aller Gläubigen”) sollten wir regelmäßige Zusammenkünfte auch außerhalb offizieller Gottesdienste besuchen und sie nicht bei jeder Gelegenheit wieder verlassen.

Unser Glaube an die Dreieinigkeit

Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gottes.
Johannes 1,1

Zur Erklärung dieses schwierigen Bibelverses heißt es in Enduring Word: „Der Vater und der Sohn (der Sohn wird hier als das Wort bezeichnet) sind also gleichermaßen Gott, und doch sind sie in ihrer Gestalt verschieden. Der Vater ist nicht der Sohn und der Sohn ist nicht der Vater. Dennoch sind sie in gleicher Weise Gott und bilden zusammen mit dem Heiligen Geist einen Gott in drei Gestalten.“ Dies wird auch als Trinitätslehre bezeichnet: Ein Gott in drei Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist – gleich ewig und göttlich. Sie ist heute in allen großen Glaubensgemeinschaften anerkannt und wird nur von sehr wenigen Gruppierungen bestritten, darunter Unitarier und Zeugen Jehovas. Gewiss, die Dreieinigkeit ist mit unserem menschlichen Verstand nicht vollständig zu erfassen. Aber wenn dieser nicht ausreicht, dann müssen wir uns an den Glauben halten, sofern er biblisch fundiert ist. Beim Glauben an den Dreieinigen Gott ist es so und nicht anders.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft, die der Heilige Geist schenkt, sei mit euch.
2. Korinther 13,13