Andacht Heute

Jeder hat eine Gabe

Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe bekommen, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen. Wem Gott einen praktischen Dienst übertragen hat, der soll ihn gewissenhaft ausführen. Wer die Gemeinde im Glauben unterweist, soll diesem Auftrag gerecht werden.
Römer 12,6-7

Paulus verweist darauf, dass einem jeden von uns Gaben geschenkt wurden. Niemand kann sich demzufolge herausreden, er hätte nichts, was für andere Christen von Wert wäre. Es muss nicht gleich die prophetische Rede sein, die einem geschenkt wurde. Damit ist Weissagen gemeint, was nicht immer so leicht von der Fähigkeit zu Lehren unterschieden werden kann. Allerdings sollten wir uns davor hüten, auf weitere große Propheten zu warten. Sie sind allesamt nur im Alten Testament vorgekommen, und da war ihre von Gott gegebene Aufgabe, auf den kommenden Messias hinzuweisen. Entscheidend ist bei allem, ob wir es nun Lehren oder Weissagen nennen wollen, dass sich an den Grundlagen unseres Glaubens orientiert wird und keine Sonderlehren ins Spiel gebracht werden.

Wer es bisher noch nicht als notwendig erachtet hat, sich zu fragen, was er denn als Gabe geschenkt bekommen hat, dem sollten diese Verse zu denken geben. Es werden keine großen Sonderleistungen von ihm gefordert. Es gibt viele Möglichkeiten, sich für den Glauben einzusetzen, das ist für jeden von uns etwas dabei. Neben praktischen Diensten in Gemeinden ist es auch die Bereitschaft, im Gespräch mit Suchenden, von seinen Erfahrungen zu berichten, wie man zum Glauben gekommen ist. Auch der Hinweis auf die wunderbare Schöpfung um uns herum ist immer möglich. Da gibt es jede Menge von Anknüpfungspunkten. Die Ausrede „Ich kann ja doch nichts bewirken“ zählt nicht.

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht.
1. Petrus 2,9

Unser Wettkampf im Glauben

Da wir nun so viele Zeugen des Glaubens um uns haben, lasst uns alles ablegen, was uns in dem Wettkampf behindert, den wir begonnen haben – auch die Sünde, die uns immer wieder fesseln will. Mit Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten. Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind. Weil große Freude auf ihn wartete, erduldete Jesus den Tod am Kreuz und trug die Schande, die damit verbunden war. Jetzt hat er als Sieger den Ehrenplatz an der rechten Seite Gottes eingenommen.
Hebräer 12,1-2

Der Verfasser des Briefs an die Hebräer bedient sich hier eines Bildes aus den damals den Griechen vertrauten sportlichen Veranstaltungen. Man kann sich gut die Menge an Zuschauer vorstellen, die genau verfolgt haben, wie sich die Läufer in der Bahn verhielten. Sie sahen, wenn die Teilnehmer vom Weg abkamen, aufhören wollten oder eigenen Gelüsten nachgingen. Sie sahen auch, wer am Ende im Ziel ankam. Darauf allein kommt es auch im Wettkampf des Glaubens an. Jeder, der das Ziel am Ende erreicht, ist ein Sieger. Der Christ darf nicht aufhören, sich diszipliniert darauf zuzubewegen, ohne sich ablenken zu lassen. Wie bei Sportlern auch, ist es so wichtig, dass ein Vorbild existiert, dem sie nacheifern können. Wir haben es in Jesus Christus, der alles erduldet hat, damit auch wir am Ende zu den Siegern gehören.

Unsere Jugend braucht Vorbilder

Haltet euch jedoch an das, was ich von euch erwarte: Sagt einander die Wahrheit! Fällt im Gericht Urteile, die gerecht sind und Frieden stiften! Seid nicht darauf aus, einander zu schaden, und schwört keine Meineide! Denn das hasse ich, der HERR!
Sacharja 8,16-17

Starke, klare Worte, die der Prophet Sacharja im Namen Gottes hier äußert. Es würde nicht schaden, wenn sie in den Plenarsälen unserer Republik als Mahnung hängen würden. Das eigene Machtstreben steht zu häufig im Vordergrund. Schonungslos wird mit dem politischen Gegner umgegangen, während man sich selbst im besten Licht präsentieren will. Eine Hälfte dieser Regierung hat bereits bei ihrem Antritt auf den Zusatz im Amtseid „So wahr mir Gott helfe“ verzichtet. Wir sehen, wie unser höchster HERR nach und nach aus den Parlamenten verbannt wird. Auch wenn das immer behauptet wird, Ideologien und andere Ersatzreligionen werden dieses Manko an christlichen Werten nicht ausgleichen können.

So bleibt uns als einzelne Bürger dieses Staates nur, dass wir demütig und gehorsam bleiben gegenüber dem, was Gott für uns bereithält und von uns fordert. Auch wenn man heute jungen Menschen, ganzen Schulklassen, den Zutritt zum Parlament ermöglicht, um sich ein Bild von der Arbeit von Politikern zu machen, vorbildliches Verhalten werden sie dort leider nicht immer erleben. Gleichzeitig wird dem Religionsunterricht an unseren Schulen ein Schattendasein zugewiesen. Wie gesagt, wenn Institutionen versagen, dann wird das Vorbild eines jeden Einzelnen von uns umso wichtiger. Paulus gab seinem Schüler Timotheus unter anderem den weisen Rat, der auch für uns gilt:

Niemand hat ein Recht, auf dich herabzusehen, weil du noch so jung bist. Allerdings musst du für die Gläubigen ein Vorbild sein: in allem, was du sagst und tust, in der Liebe, im Glauben und in deinem aufrichtigen Lebenswandel. Solange ich nicht wieder bei euch bin, lies in der Gemeinde weiterhin aus der Heiligen Schrift vor, ermutige die Christen und unterweise sie im Glauben.
1. Timotheus 4,12