Andacht Heute

„Entrückung“ was ist das?

Die Bibel spricht in mehreren Passagen über ein Ereignis, das als „Entrückung“ bezeichnet wird.

Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein.

Unsere Aufgabe als Christen ist es wachsam zu sein und zu beten.
In Matthäus, 26,41 sagt Jesus mehrmals zu seinen Jüngern: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt.“ Dies bezog sich zwar auf den „Schlaf der Jünger“ im Garten Gethsemane, kann aber durchaus auf den Schlaf der Christenheit angewandt werden, die längst nicht mehr im Wort Gottes zuhause sind.

Wer sich zur Nachfolge Jesu bekehrt hat und IHN als seinen Erlöser und Eckstein angenommen hat, der wird die Zeichen der Zeit erkennen und wachsam sein und beten, denn es steht die Entrückung bevor. In Matt 24 können wir nachlesen, wie es sein wird, bevor ER wiederkommt um uns zu entrücken – die Ereignisse, die hier genannt werden sind allesamt stärker und häufiger geworden.

Diese „Trübsalszeit“ wird oft in der Offenbarung im Neuen Testament erwähnt, besonders in den Kapiteln 6 bis 19. Es beschreibt eine Zeit großer Prüfungen und Leiden vor dem Ende der Welt.

Unsere Freiheit in Christus

So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.
Kolosser 2,16-17

Vor diesem Vers wird auf den glorreichen Sieg Jesu am Kreuz hingewiesen. Deshalb ist es nicht richtig, wenn die Gesetzeslehrer mit dem Finger auf die Gläubigen zeigen und sie auf die Vorschriften des Alten Bundes verweisen. Diese hatten ihre Berechtigung für die Zeit vor Jesus. Aber es waren nur die „Schatten der Dinge“, die auf IHN hinwiesen und die jetzt nicht mehr beachtet werden müssen. Wenn Jesus Christus gekommen ist, brauchen wir diese Schatten nicht mehr. In einem Leben, das sich auf Jesus und das, was er am Kreuz getan hat, konzentriert, gibt es keinen Platz für Gesetzlichkeiten. Von da an steht es den Christen frei, wie sie sich ernähren und wie sie den Tag des Herrn feiern. Aber ein gläubiger Christ wird den Ruhetag halten, weil er für den Menschen geschaffen ist. Er weiß, dass er sich damit nicht selbst rechtfertigen kann. Aber die bewusste Zeit mit Gott, abseits vom Alltag, ist wichtig für sein Glaubensleben.

Denn wer an Gottes Ruhe Anteil bekommt, darf von all seiner Arbeit ausruhen, genauso wie Gott ruhte, als er alles erschaffen hatte.
Hebräer 4,10

Prüfe, was wirklich von Gott kommt

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.
5. Mose 4,2

In der Bibel gibt es Gebote und Verbote, die uns als Richtschnur für unser Leben und Verhalten dienen. Neben den gesellschaftlichen Werten und Regeln, die als Moral bezeichnet werden, geht es dabei auch um religiöse Praktiken. Sie finden sich im Alten Testament als Zehn Gebote und im Neuen Testament als Hauptgebote im Doppelgebot der Liebe. Auch in der Bergpredigt (Matthäus 5-7) gibt Jesus eine Reihe von Lehren und Anweisungen, darunter das Gebot der Feindesliebe. Nicht zuletzt finden sich in den Paulusbriefen eine ganze Reihe spezifischer Anweisungen für das christliche Leben. Sie behandeln Themen wie Sexualmoral, zwischenmenschliches Verhalten und den Umgang mit Konflikten als Antwort auf die damaligen Verhältnisse in den Gemeinden.

Jeder Christ hat es also mit einer Fülle von biblischen Anweisungen zu tun, nach denen er sein Leben ausrichten soll. Es gibt auch heute noch, was die Paulusbriefe betrifft, sehr strenge Interpreten seiner Stellungnahmen. Ich denke zum Beispiel an das Schweigegebot für Frauen in manchen Gemeinden. Und es hat auch christliche Führer gegeben, die strikte Regeln eingeführt haben, wie zum Beispiel Speiseverbote und den völligen Verzicht auf Alkohol. Ich glaube nicht, dass diese zusätzlichen Gebote und Verbote das Zusammenleben der Christen in liebevoller Gemeinschaft gefördert haben. Im Gegenteil, sie haben zu Überheblichkeit und zur Ausgrenzung von Glaubensgeschwistern geführt. Wir sollen nach dem Willen Gottes leben. Dazu gehört auch, dass wir alles, was uns in den Gemeinden auferlegt wird, auf den Prüfstand stellen und nicht an überkommenen Gewohnheiten festhalten, die nur von Menschen gemacht sind.

Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz.
Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.

Psalm 19,9