Andacht Heute

Vertrauen

Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.
Psalm 16,1

Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.
2.Thessalonicher 3,3

Gebet
Herr Jesus, Du bist meine Liebe und Dir will ich treu sein auf ewig. Amen

Das ist ein Gebet eines bekehrten Christen, der seine eigenen Schwächen überwunden hat und dem folgt, der auch Bräutigam genannt wird. Die Hochzeit des Lammes wird stattfinden, wenn Jesus wiederkommt, um die Braut zu sich zu holen. Das Reich Gottes ist das Zuhause all jener, die IHM treu geblieben sind und auf IHN gewartet haben, trotz aller Wirrnisse dieser Welt.

Was wäre das für eine Treue, wenn sie uns nicht vor dem Bösen bewahren würde? Wir können dankbar sein für alles, was Jesus täglich für uns tut, auch wenn wir es oft nicht bemerken: Er liebt uns und bleibt uns treu, selbst wenn wir untreu waren. Der Widersacher will uns auf den breiten Weg führen, doch der Weg hinter Jesus her ist schmal, und alle, die ihn gehen, werden Seine Bewahrung und Treue schätzen lernen.

Glaube ist eine Hoffnung, die nicht enttäuscht wird.

Zwei Arten der Torheit

Ein fröhliches Herz tut dem Menschen gut.
Sprüche 17,22

Wir erleben gerade die närrische Zeit, die am 11. November begonnen hat und am Aschermittwoch endet. In vielen Teilen des Landes finden Faschingsumzüge, Maskenbälle und Prunksitzungen statt. Der römische Dichter Horaz (65 – 8 v. Chr.) sagte einmal: „Süß ist es, zur rechten Zeit töricht zu sein.” Damit meinte er, dass der Mensch auch Momente der Entspannung braucht. Humor, Leichtigkeit und Selbstironie gehören zur Weisheit.

Es gibt jedoch auch Torheit, die wirklich dumm ist. Neben der heilsamen Form, die von Humor, Entlastung und Menschlichkeit geprägt ist, gibt es auch eine zerstörerische Form, die mit Realitätsverweigerung, Unbelehrbarkeit, Selbsttäuschung, Starrsinnigkeit und Unbelehrbarkeit verbunden ist. Fatalerweise ist Letzteres nicht selten in der Politik zu finden. Das ist keine neue Erkenntnis. Schon der Geschichtsschreiber Herodot berichtete von den Psyllern, die den Südwind so sehr hassten, dass sie ihn wie einen lebendigen Feind behandelten und gegen ihn kämpften. Leider werden auch heute noch sinnlose Kriege geführt.

Doch denken wir auch einmal daran, in all unseren berechtigten Sorgen Freude beizumischen. Es tut gut, zur rechten Zeit ein wenig „närrisch” zu sein. Erst kürzlich bemerkte ein Glaubensbruder, dass das Wort „Freude” in der Bibel 119 Mal vorkommt.

„Freut euch im Herrn allezeit; und abermals sage ich: Freut euch!“
Philipper 4,4

Spott als Normalzustand

Wer den Armen verspottet, verhöhnt dessen Schöpfer; und wer sich über eines andern Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben.
Sprüche 17,5

In den sozialen Netzwerken finden wir heute Spott und Hohn in jeder Dimension. Oft wird in Gruppen über Menschen gelacht, die schwach sind oder sich blamiert haben. Dann ergießt sich ein Shitstorm über die Bedauernswerten, die sich nicht dagegen wehren können. In diesen Medien fehlt zweifellos der Blickkontakt, und damit auch die Hemmungen, jemanden zu verletzen. Man gewöhnt sich an eine Haltung der Schadenfreude und Häme, die im echten Leben niemand gutheißen würde.

Wer dies beobachtet, sollte nicht schweigen. Wir sollten den Mut haben, jemanden zu verteidigen, der verspottet wird. Wenden wir uns dagegen, wenn wir sehen, dass ein Mensch mit Spott und Schadenfreude verletzt wird. Wie wir aus dem Spruch ersehen, wird durch Spott über einen Armen und Schwachen auch Gott selbst verletzt. Niemand muss sich wundern, dass diese Verrohung der menschlichen Beziehungen seine Folgen haben wird.

Übt Recht, erweist einander Liebe und Barmherzigkeit! Unterdrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremden und Armen; und keiner sinne Böses in seinem Herzen gegen den anderen.
Sacharja 7,9-10